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PERMANENT MAKE-UP KORRIGIEREN!

Falsche Form, ungeeignete Farbe oder schlechte Linienführung – Fehlzeichnungen kommen leider immer wieder vor. Um sie erfolgreich zu korrigieren, gibt es mehrere Möglichkeiten. Marion Schröttner über die Königsdisziplin des Permanent Make-up.

Gründe, wieso eine Pigmentierung schiefgeht, gibt es viele. Oft liegt es an mangelnder Erfahrung, unzureichendem Farbgefühl oder auch einfach einer schlechten Beratung der Kunden. Fehlzeichnungen zu korrigieren, ist die höchste Kunst im Bereich des Permanent Make-up. Unterschiedlichste Techniken und Theorien müssen logisch und sinnvoll miteinander kombiniert werden, um Form- und/oder Farbkorrekturen erfolgreich durchführen zu können. Dabei gilt es, die richtige Korrektur- oder Entfernungsmethode individuell auszuwählen. Man muss sich empathisch mit der betroffenen Kundin auseinandersetzten und sich aber auch im klaren darüber sein, dass man die volle Verantwortung für eventuelle Fehlzeichnungen übernehmen wird.

Lesen Sie nachfolgend, welche Möglichkeiten für die Korrektur von Fehlzeichnungen zur Verfügung stehen.

 

 

Linienführung optimieren

Die wichtigste und die meist beste Möglichkeit, ein verzeichnetes Permanent Make-up zu verändern, ist, die vorhandene Zeichnung zu optimieren. Dies geschieht, indem man kleine Fehler und Unregelmäßigkeiten in eine neue Zeichnung integriert und durch minimales Vergrößern oder Verbreitern „falsche“ Linien wieder gerade bzw. korrekt ausgeführt erscheinen lässt. Anhand der folgenden Bildern kann man sehr schön erkennen, wie einfach es sein kann, Unregelmäßigkeiten auszugleichen.

 

Farbkorrektur

Wenn eine Pigmentierung in ihrer Form akzeptabel, aber in ihrer Farbgebung unstimmig ist, bietet sich eine Korrektur mit Gegenfarben an. Schattierungen werden überschattiert. Linien und Flecken behandelt man nur lokal.

 

Fall 1

Problem: Die Kundin kommt mit abfallenden, grauen Balkenzeichnungen an der Augenbraun sowie einen negativ abfallenden Lidstrich.

Lösung: Es kann zunächst die Form der Augenbraun mithilfe eines Pastelltons optimiert werden. Eine neue, natürliche Härchenzeichnung muss ausgeführt werden. Mittels einer Camouflagepigmentierung wird das äußere Drittel der Braue optisch angehoben. Der Lidstrich wird verbreitet, um hier eine neutrale Achse zu erhalten.

 

Fall 2

Problem: Die Kundin kommt mit einer farblich unstimmigen Lippenkontur in Aubergine/Grau. Außerdem ist die Kontur des Lidstrichs vor allem im äußeren Augenwinkel verwaschen und undefiniert.

Lösung: Die zu dunkle, ausgewaschene Lippenkontur wird hier mit einer Pigmentierung in der Gegenfarbe (ein helles Korallrot) deutlich verbessert. Um die Kontur im Augenwinkel zu korrigieren, wird eine Camouflagepigmentierung ausführt. Die Linienführung des gesamten Lidstrichs wird ebenfalls überarbeitet.

Um Rotorange zu korrigieren, setzt man Oliv- und Grautöne ein. Um Blaugrau zu korrigieren verwendet man Orange und Rotorange. Um Dunkelgrau in Honigblond zu verwandeln, benötigt man einen hellen Mandarinen-Pastellton als Korrekturfarbe. Auberginefarbene und graue Lippenkorrekturen lassen sich mit Rotorange oder einem Korallton korrigieren.

 

Überdecken mit Camouflage

Kleine Zonen kann man sehr effektiv mit einer Camouflagepigmentierung abdecken, sofern man mit der Farblehre und der Zusammensetzung von Farben sehr gut vertraut ist. Es empfiehlt sich, Fehlfarben bei der ersten Behandlung immer mit Pastelltönen (Hautfarbe plus Komplementärfarbe) abzudecken. Im zweiten Behandlungsdurchlauf kommt die Hauffarbe zum Einsatz.

Zu bedenken ist, dass sich eine Camouflagepigmentierung nur für kleine Korrekturen eignet und punktgenau appliziert werden muss. Die Altpigmentierung kann immer wieder durchscheinen. Große Korrekturen mit Camouflage sehen oft wie unproffesionell geschmikt oder „überpinselt“ aus.

 

Entfernen mittels Laser

Die meisten Farben werden innerhalb weniger Behandlungen nahezu restlos entfernt, sofern eine Neodym-YAG-Laser (Quickswitch) verwendet wird. Diese Methode ist haarerhaltend und narbenfrei. Zu bedenken ist hierbei allerdings, dass nicht alle Pigmente direkt entfernt werden können (z.B. Titandioxid in Weißpigmenten). Außerdem ist die europäische Gesetzgebung in diesem Bereich noch nicht eindeutig. Für PMU- und Tattooentfernung muss die Kosmetikerin beim TÜV eine Ausbildung zur Laserschutzbeauftragten machen.

Chemischer Remover

Höchste Vorsicht ist beim Einsatz von Chemikalien geboten, die Farbpigmente aus der Haut ziehen sollen! Unsachgemäße Anwendung und/oder ungeeignete Produktrezepturen können schere Schäden der Hautoberfläche oder sogar bleibende Narben verursachen.